Von Kommunikation Fatale zu Kommunikation Inspiration

Wenn in Unternehmen viel geredet und über das Wesentliche geschwiegen wird…

 … dann dürfte das einer der Hauptgründe sein, weshalb ein Großteil der Mitarbeitenden ihren Führungskräften ein schlechtes Zeugnis ausstellt. Sie erleben ihre Führungskraft als demotiviert, uninspiriert, desinteressiert. Das klingt…

dem, was Führungskräfte oft über ihre Mitarbeitenden sagen ziemlich ähnlich, oder?

Wie kommt das eigentlich?

Ich denke, dass einer der Hauptgründe darin liegt, dass Menschen in Unternehmen insgesamt zu wenig miteinander reden. Und wenn sie es tun, dann reduzieren sie ihre Gespräche oft auf fachlichen Austausch und sich selbst auf ihre jeweilige Rolle. Darin dürften Mitarbeitende und Führungskräfte ganz ähnlich gestrickt sein. Das, was sie wirklich bewegt, das findet schon auch seinen Weg. Aber eher in den Gesprächen übereinander. Kommunikation Fatal.

Die fatale Folge fataler Kommunikation: Wenn die Stapel mit zu erledigender Arbeit („Und zwar pronto!“) auf dem Schreibtisch immer höher werden, nehmen sich Menschen noch weniger Zeit, um für das zu sorgen, was sie brauchen, um effektiv und effizient zu arbeiten. Anstatt genau dann, wenn der Druck steigt für eine gute innere Verfassung und für ein gutes Miteinander zu sorgen, unterdrücken oder vergessen sie ihre eigenen Bedürfnisse und verlieren das, was andere brauchen aus dem Blick. So bleiben profane Dinge wie Essen, Trinken, kurze Momente der körperlichen und geistigen Regeneration, ein kurzes Lachen, einen Moment des Träumens auf der Strecke. Fragen nach dem anderen oder nach Gemeinsamem („Wie kriegen wir das hin?“) werden nicht mehr gestellt. Das sind aber genau die Dinge, die dafür sorgen, dass Menschen gerne arbeiten. Und die sie darüber hinaus leistungsfähig und gesund erhalten.

Mit anderen Worten: Hinter fataler Kommunikation und fatalem Handeln steht eine fatale Grundhaltung – die erschreckend viele Führungskräfte UND Mitarbeitende teilen:

Das Ergebnis von Arbeit ist wichtiger als der Mensch, der sie tut.

Wen wundert es da, dass Arbeit so oft lustlos und krank macht.

Dabei ist es gar nicht so schwierig, aus Kommunikation Fatale eine Kommunikation Inspiration! zu machen.

Der erste Schritt ist oft schon getan, dem Menschen, der da vor einem steht, einen Moment echter Aufmerksamkeit zu schenken. Und den zu kommunizieren. Ein Blick. Ein Lächeln. Ein freundliches Wort.

Noch eine gute Botschaft: Diese Art von Kommunikation und ihre enorme Wirkung bleiben (zumindest vorerst) dem Menschen vorbehalten.