Kommunikation

Unternehmen und die Menschen, die darin arbeiten, befinden sich in einem ständigen Veränderungs- und Anpassungsprozess. Denn die permanente Veränderung, die Sie erfahren, spiegelt sich in Art und Inhalt Ihrer Kommunikation wider und diese wiederum bewirkt weitere Veränderungen in Ihrem Umfeld. Über Ihre bewusste und unbewusste Kommunikation nehmen Sie Einfluss auf das, was in Ihnen und um Sie herum geschieht.

Kommunikation gelingt, wenn Sie folgende Dinge beherzigen: Informationen teilen, sich mit dem anderen verbinden, sich selbst mitteilen und … zuhören! Ein Kommunikationsstil, in dem der Informationsaustausch bewusst in die Verbindung mit dem Gegenüber eingebettet wird und der sich in der Haltung eines „Kooperativen Wettbewerbs“ vollzieht.

Wir nehmen Informationen auf, verarbeiten sie und geben sie weiter. Ohne Unterlass. Bewusst und unbewusst. Mal offen und mal verdeckt. Laut und leise. Manchmal im Stillen.

Communicatio – Eine Botschaft mitteilen

Kommunikation heißt wörtlich „mitteilen“: Wir teilen Information und wir teilen uns mit (communicatio). Die Information, die Sie „verschicken“, sollte daher klar, eindeutig und präzise sein. Das ist Ihnen wahrscheinlich sehr vertraut. Kommunikaton als verbale Botschaft. verbunden mit einer entsprechenden Mimik und Gestik. Also das, was man hören und sehen kann. Doch selbst wenn Sie all das beherzigen, kann Ihre Kommunikation schief gehen.

Das liegt daran, dass Kommunikation auch communicare bedeutet – wir „verbinden“ uns mit unserem Gegenüber, lassen uns auf die andere Person ein. Erfolgreich zu kommunizieren, heißt also, Ihre Botschaft in Ihre Verbindung zu der anderen Person einzubetten.

Communicare – Sich mit dem Gesprächspartner verbinden

Die einfachste Möglichkeit, sich mit seinem Gesprächspartner zu verbinden, ist, sich Zeit zu nehemn und sich aufrichtig für ihn zu interessieren. Freundlichkeit nicht als Verpflichtung oder Routine, sondern echtes Interesse. Einer anderen Person Präsenz zu schenken ist nicht nur effektiv, sondern erfüllt grundlegende menschlichen Bedürfnisse wie etwa Aufmerksamkeit und Wertschätzung – und zwar für Sender und Empfänger!

Nehmen wir eine alltägliche Situation am Arbeitsplatz. Vielleicht denken Sie, dass man sich in seinem Job eben um seinen Job kümmern sollte. Und dass der Platz für Gefühle und Präferenzen außerhalb der Firma und nach Feierabend ist. Oder dass sich die Dinge sowieso von alleine regeln. Das tun sie vielleicht schon. Aber eben ohne Sie. Und das kann dann zu recht unangenehmen Überraschungen führen  (Innere Kündigung).

Wozu dient es also, den Anliegen und Empfindungen Ihres Gegenübers ehrlich gemeinte Beachtung zu schenken, auch wenn es Ihnen in erster Linie darum geht, dass diese Person ihre Aufgabe erledigt? Nun, weil ganz offensichtlich echtes Interesse in der Regel dazu führt, dass diese Aufgabe als erstes, am schnellsten, am fehlerfreisten und vor allem: gerne gemacht wird.

Tun Se also das Gegenteil von dem, was im beruflichen Bereich so häufig üblich ist – verbinden Sie sich anstatt sich abzugrenzen! Teilen Sie Information. Teilen Sie sich mit. Lassen Sie sich auf Ihr Gegenüber ein.

Wenn Sie zu denen gehören, die sich in Gesprächen in erster Linie auf die Sachebene konzentrieren, bedeutet das , dass Ihre Kommunikation unvollständig, unklar und vielleicht sogar der Nährboden für Konflikte ist (Wut & Konflikte).

Wenn Sie also Ihre unsichtbare Verbindung zu sich selbst und anderen ignorieren, beschneiden Sie sich. Sowohl in Ihren Möglichkeiten auf Erfolg als auch in Ihrem menschlichen Sein.

Kommunikation ist Zuhören

Der aus meiner Sicht größere  – und vermutlich schwierigere Teil  on Kommunikation besteht aber gar nicht darin, das richtige zu sagen, sondern im Zuhören. Die Worte des anderen zu hören und vor allem: das Dahinter.

Hören Sie sich selbst zu und hören Sie denen zu, mit denen Sie zu tun haben. Was wird wirklich mit den Worten gesagt, die in Ihren Ohren klingen?

Hinter den Worten „hören“ Sie Emotionen. Hinter den Emotionen „hören“ Sie Bedürfnisse und Überzeugungen. Hinter Bedürfnissen und Überzeugungen „hören“ Sie – ganz leise – das Wesentliche der Person, mit der Sie gerade sprechen. Das, was Ihren Gesprächspartner wirklich ausmacht. Das, was ihn am stärksten antreibt und das, was ihn am meisten begrenzt.

Und wohlgemerkt – Sie brauchen keinerlei psychologische Kenntnisse. Sie müssen nur zuhören. Und beim Zuhören die Tatsache mit einbeziehen, dass Sie ein menschliches Wesen sind und Ihr Gegenüber ein ebensolches menschliches Wesen ist. Nur anders.

Soulguide Communication nutzt vor allem die weitreichenden und tiefgehenden Erkenntnisse und Methoden der „Gewaltfreien Kommunikation“ Marshall Rosenbergs sowie der eng verwandten „Living Compassion“ von Robert Gonzales.

In beiden Ansätzen steht der Mensch im Vordergrund. Mit seinem Mensch-Sein, das in all seinem Denken, Fühlen und Tun steckt. Und das sich in seinen Anliegen zeigt. Um gemeinsam Erfolge zu erreichen, bedarf es meiner Erfahrung nach eines Kommunikationsstils, der vor allem zuhört. Der zu Wettbewerb unter dem Dach von Kooperation ermuntert und die feine Balance zwischen beiden hält. Eine mutige Kommunikation der leisen Töne. Eine achtsame Sprache für die forschen Töne. Der Menschen in Konflikten verbindet anstatt trennt.

Kommunikation, die Ihnen und dem Leben dient. Damit das Leben auch Ihnen dient. Ihr Erfolg.

Was ist „Gewaltfreie Kommunikation“ – ein Kurzporträt

Marshall Rosenbergs Ansatz ist mehr als ein Kommunikationsmodell. Er ist eine Lebenshaltung des „Einander-zugewandt-Seins“, die sich an Gefühlen und Bedürfnissen orientiert – den eigenen und denen des Gesprächspartners. Ziel ist es, zu sich selbst oder einem anderen Menschen eine Verbindung zu knüpfen, in die der sachliche Austausch eingebettet werden kann. Sich selbst und andere in dem zu sehen, was gerade in ihm lebendig ist – diese Verbindung macht den Unterschied. Ganz sicher in Familie und Partnerschaft. Ganz sicher zwischen Geschäftspartnern. Denn …

  • … Sie beugen Missverständnissen besser vor und können sie leichter ausräumen.
  • … durch das Vertrauen, das so entsteht, fällt es Ihnen leichter, schwierige Themen anzusprechen.
  • … Konflikte werden seltener und weniger intensiv.
  • … wenn Sie Menschen als Menschen sehen, ermutigen Sie sie, ihre Potenziale zu entfalten.
  • … tragen Sie zu mehr Zufriedenheit, Lachen, Begeisterung, Kreativität, Toleranz, Austausch
    und Miteinander bei.

In der GfK geht man davon aus, dass Bedürfnisse universell sind. Sie sind bei allen Menschen gleich und gleichen damit einer Sprache, die Sie mit allen Menschen teilen, unabhängig von Alter, Herkunft, Religion oder anderen Merkmalen. Freiheit. Zugehörigkeit. Liebe. Wertschätzung. Ihre eigenen Empfindungen und die einer anderen Person sind an solche Bedürfnisse geknüpft und um sie zu identifizieren, können Sie Ihre Gefühle als Wegweiser nutzen. Deshalb sind Gefühle so wichtig – sie sind ein Hinweis auf das, was für Sie und Ihren Gesprächspartner wirklich zählt.

Das bedeutet, dass Sie eine Brücke zum eigenen Innern oder zu einem anderen Menschen bauen, sobald Sie Gefühle wahr- und ernst nehmen und sich von ihnen zu den Bedürfnissen leiten lassen. Diese Verbindung stellt sich meist als weit tragfähiger heraus, als es der Austausch von Argumenten je sein könnte.

In der GfK steht vor allem das Zuhören, Wahrnehmen und Verlangsamen im Vordergrund. Ein Kontrapunkt zu Rechthaben, Überzeugen, klug Argumentieren. Ob Sie das Bedürfnis Ihres Gespächspartners zutreffend identifizieren, ist dabei gar nicht so wichtig. Die Erfahrung zeigt, dass es den Verlauf eines Gesprächs wesentlich verändern kann, auch nur zu signalisieren, Ihr Gegenüber verstehen zu wollen. Das Vertrauen, die Sicherheit und das Angenommen Sein, die Sie auf diese Weise vermitteln, sorgen meist dafür, dass Inhalte, Anliegen und schwierige Themen gut eingebettet sind und (schneller) geklärt werden können.

Eine gesunde und tragfähige Basis für Ihre Kommunikation – Ihr Erfolg.